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Neuigkeiten Rhein-Sieg-Kreis
Qualifizierung als wesentlicher Schwerpunkt der Integrationsarbeit
rhein-Sieg-Kreis (rl) – Es gibt nicht nur einen Mangel an Ingenieuren, Ärzten und anderen hochqualifizierten Berufen. Engpässe zeichnen sich auch und ganz besonders bei Berufen mit qualifiziertem beruflichen Abschluss aus: den Pflegefachkräften. „Wir müssen uns schon heute gezielt die Frage stellen, wie wir die Pflege unserer älteren Mitmenschen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sicherstellen wollen, denn die allgemeine Entwicklung macht auch vor dem Rhein-Sieg-Kreis nicht Halt“, so Kreissozialdezernent Hermann Allroggen.
Vor diesem Hintergrund müssen gezielt Strategien entwickelt werden, um Pflegekräfte zu gewinnen und auch im Beruf zu binden. Potenzial liegt bei vielen hier im Kreis lebenden zugewanderten Menschen, die aufgrund einer fehlenden Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses in Deutschland nicht entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt werden können. Der Rhein-Sieg-Kreis hat sich bei seiner Integrationsarbeit einen wesentlichen Schwerpunkt auf die Fahnen geschrieben: die berufliche Integration zugewanderter Menschen. Eine Partizipation am Arbeitsmarkt bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Sicherung des eigenen Einkommens und soziale Anerkennung. Aber auch ein anderer Aspekt spielt hier mit herein. „Die Teilhabe älterer Menschen am Leben und die Möglichkeit, dass auch ältere Menschen mit Migrationshintergrund anhand ihrer kulturellen Bedarfe gepflegt werden können, ist dem Rhein-Sieg-Kreis ein großes Anliegen“, erläutert Allroggen weiter.
Um über die Möglichkeiten eines qualifizierten Einstiegs in das Berufsleben zu informieren, führt der Rhein-Sieg-Kreis am Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 17.30 Uhr im Kreishaus (Raum Rhein) eine Veranstaltung „Qualifizierung für Pflegefachkräfte aus EU- und Drittländern“ durch. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, besonders Zugewanderte, die sich für eine Ausbildung zur Pflegefachkraft bzw. eine Nachqualifizierung interessieren, Multiplikatoren und Akteure der Arbeitsmarktpolitik. Seitens der START Zeitarbeit NRW wird ein Qualifizierungsangebot für Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger vorgestellt; die Teilnehmenden werden über Beratungsangebote hinsichtlich der Anerkennung beruflicher Abschlüsse informiert. Abgerundet werden die Informationen zum Berufsbild Altenpflege durch Praxisberichte zweier Frauen aus der Ukraine. Dass der Rhein-Sieg-Kreis hier eine wichtige und richtige Maßnahme ergreift, zeigt schon jetzt das große Interesse von Migrantinnen und Migranten, Unternehmen, Akteuren der Arbeitsmarktpolitik und anderen Institutionen, die ihre Teilnahme zugesagt haben. „Die Veranstaltung soll vielen Menschen Mut machen, eine Weiterqualifizierung in Angriff zu nehmen“, sagt Stephan Liermann, Sozialamtsleiter des Rhein-Sieg-Kreises.
Informationen gibt die Fachstelle Integration des Rhein-Sieg-Kreises unter der Telefonnummer 02241/13-2075.
Zahlen, Daten, Fakten
Aufgrund der demografischen Entwicklung gehen Prognosen davon aus, dass im Jahr 2030 die Zahl der zu versorgenden Menschen im Rhein-Sieg-Kreis von aktuell 15.000 auf 25.700 ansteigen wird, was einen deutlichen Mehrbedarf an Pflegekräften nach sich zieht. Die Modellrechnung des Institutes für Arbeit und Beruf rechnet für den Rhein-Sieg-Kreis mit einem Bedarfszuwachs von 150 % an Pflegefachkräften bis zum Jahr 2030. In absoluten Zahlen bedeutet das eine Steigerung um 5.450 Pflegekräfte.
Anlaufstellen zur Erstberatung für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen
Für die Durchführung von Verfahren zu Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen sind bundesweit die Anerkennungsstellen zuständig. Die bestehende Zuständigkeit von Kammern und Behörden ändert sich auch mit dem neuen Anerkennungsgesetz nicht. Für Personen, die eine Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Abschlüsse anstreben, ist es häufig schwierig, die richtige Stelle zu finden. Deshalb werden bundesweit Erstanlaufstellen aufgebaut.
Diese Erstanlaufstellen geben Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen eine erste Orientierung für das Anerkennungsverfahren und verweisen sie an die zuständigen Anerkennungsstellen.
Die folgende Übersicht listet Erstanlaufstellen für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis auf, die über das Förderprogramm IQ gefördert werden und solche mit denen regional kooperiert wird.
Bildungswerk für Friedensarbeit
Im Krausfeld 30a
53111 Bonn
Ansprechpartnerinnen: Birgit van Tessel und Angelika Klotz-Groeneveld
Tel: 0228 / 9695999
vantessel@bf-bonn.de
klotz-groeneveld@bf-bonn.de
LerNet e. V.
Kasernenstr. 48
53111 Bonn
Ansprechpartner: Sebastian Atmer
Tel: 0228 / 97638983
atmer@lernet.de
Das Internetportal www.berufliche-anerkennung.de bietet grundlegende Informationen zu Anerkennungsmöglichkeiten, zum Ablauf der Verfahren sowie eine Übersicht der zuständigen Stellen nach Bundesländern, in der Verlinkungen zu Antragsformularen zu finden sind.
Die Sportjugend im Kreissportbund Rhein-Sieg e.V. hat die Übungsleiter-Ausbildung für Migrantinnen durchgeführt und allen 19 Teilnehmerinnen die Lizenz überreicht. Den entsprechenden Pressebericht finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.
Am 16.06.2012 und 17.06.2012 findet eine Wochenendfortbildung Sport Interkulturell statt. Nähere Informationen erteilt die Sportjugend Rhein-Sieg e.V. www.sportjugend-rheinsieg.de.
Feierliche Einbürgerung im Kreishaus
100 Personen erhalten die deutsche Staatsbürgerschaft
Rhein-Sieg-Kreis (mw) – Im Rahmen einer vorweihnachtlichen Feierstunde haben heute (08.12.) 34 Frauen, 39 Männer sowie 27 Kinder und Jugendliche die deutsche Staatsbürgerschaft im Wege der Einbürgerung erhalten. Kreisdirektorin Annerose Heinze und der Neubürgerbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Ludwig Neuber, händigten im Siegburger Kreishaus den Neubürgerinnen und Neubürgern die inbürgerungsurkunden aus und begrüßten jeden persönlich.
Kreisdirektorin Heinze betonte in ihrer Ansprache, dass dies heute ein wichtiger Schritt für die Eingebürgerten sei: „Die deutsche Staatsbürgerschaft bringt viele Bürgerrechte, aber auch Bürgerpflichten mit sich.“ Insbesondere rief die Kreisdirektorin dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, um aktiv Einfluss auf die Gestaltung politischer Gremien zu nehmen. Sie gratulierte auch im Namen von Landrat Frithjof Kühn allen Neueingebürgerten und wünschte ihnen, dass die Hoffnungen und Vorstellungen, die sie mit der Einbürgerung verbänden, in Erfüllung gehen würden.
Auch der Neubürgerbeauftragte Ludwig Neuber hieß die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger herzlich willkommen. Er ermunterte die Anwesenden dazu, sich in Gesellschaft, Politik, Vereinen und für die Allgemeinheit zu engagieren, um sich im neuen Heimatland zu integrieren, und hierbei vor allem auch die Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen.
Mit 25 Personen stammt der überwiegende Teil der Eingebürgerten aus der Türkei. Die weiteren Personen stammen ursprünglich aus folgenden Staaten: Algerien (1), Belarus (1), Belgien (1), Bulgarien (1), Brasilien (2), Georgien (1), Griechenland (10), dem Irak (2), dem Iran (7), Jamaika (1), Kasachstan (2), Kolumbien (1), der Republik Kosovo (6), der Demokratischen Republik Kongo (6), Libyen (1), Luxemburg ( 1), Marokko (14), der Republik Moldau (1), den Niederlanden (1), Peru (1), Polen (3), Russland (1), Spanien ( 2), Sri Lanka (1), Syrien (3), Tunesien (1), der Ukraine (1), Ungarn (1) und Venezuela (1).
40 der insgesamt 100 Eingebürgerten sind bereits in der Bundesrepublik Deutschland geboren.
Heute wohnen die Neubürgerinnen und Neubürger in folgenden Städten und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis: 4 in Alfter, 2 in Bad Honnef, 7 in Bornheim, 7 in Eitorf, 12 in Hennef, 2 in Königswinter, 6 in Lohmar, 13 in Meckenheim, 1 in Much, 2 in Neunkirchen-Seelscheid, 6 in Niederkassel, 3 in Rheinbach, 1 in Ruppichteroth, 16 in Sankt Augustin, 17 in Siegburg und 1 in Wachtberg.
Vor der Feierstunde gaben die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ein Bekenntnis auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ab: „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“ Dieses Bekenntnis wurde zum Schluss der Einbürgerungsfeier mit dem Singen der deutschen Nationalhymne bekräftigt.
Ansprechpartner für alle, die als Aus- und Übersiedler oder zugezogene Ausländer Neubürger des Rhein-Sieg-Kreises geworden sind, ist der Neubürgerbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises Ludwig Neuber. Er bietet nach telefonischer Vereinbarung Sprechstunden im Siegburger Kreishaus und in der Grundschule Ruppichteroth an. Termine können mit Marlene Hautkappe vom Sozialamt des Rhein-Sieg-Kreises, - Der Landrat -, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241 / 13-3161, E-Mail: marlene.hautkappe@rhein-sieg-kreis.de oder mit Ludwig Neuber selber, Telefon 02295 / 902318, E-Mail: ludwig@neuber.de, vereinbart werden.

Das Foto zeigt Kreisdirektorin Annerose Heinze und der Neubürgerbeauftragte Ludwig Neuber, die sich mit Familie Malewo über die Einbürgerung freuen.
Integrationskonzept für den Rhein-Sieg-Kreis
In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern des Rhein-Sieg-Kreises, der Politik, der Städte und Gemeinden, der Wohlfahrtsverbände und der Kirchen wurde ein Integrationskonzept für den Rhein-Sieg-Kreis erarbeitet.
Entsprechende Links zum ausführlichen Gesamtkonzept sowie einer „Zusammenfassung zentraler Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen“ finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.
Integrationskursdatenbank
Seit 09.02.2011 enthält das Integrationsportal für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einen weiteren wichtigen Baustein. In die Rubrik "Spezielle Angebote für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte" unter "Sprache" wurde eine Datenbank für die Suche nach einem Integrationskurs eingestellt. Mittels Mausklick kann man ab jetzt im gesamten Kreisgebiet oder in der gewünschten Stadt/Gemeinde ein passendes Angebot suchen. Den entsprechenden Link finden Sie auch im Infoblock auf der rechten Seite.
Erste gemeinsame Tagung der Integrationsräte im Rhein-Sieg-Kreises
Auf Einladung des Rhein-Sieg-Kreises fand im Siegburger Kreishaus erstmalig eine gemeinsame Tagung von Vertretern der Integrationsräte der Städte und Gemeinden im Kreisgebiet statt. Mit dieser Veranstaltung sollte den Vorsitzenden der Integrationsräte eine Plattform geboten werden, miteinander in Kontakt zu treten.
Der Integrationsrat ist ein wichtiges Gremium, um die Beteiligungsmöglichkeiten der ausländischen Bevölkerung zu verbessern. Er ist die politische Vertretung aller Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auf kommunaler Ebene und nimmt die Interessen von Zugewanderten und ihren Familien gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit wahr. Der Integrationsrat kann sich mit allen Angelegenheiten in der Stadt oder Gemeinde befassen und ist berechtigt, dem Rat und seinen Ausschüssen sowohl Anregungen als auch Stellungnahmen zur Beratung vorzulegen. So lässt sich die Integrationsarbeit in Städten und Gemeinden aktiv mitgestalten. Ein Integrationsrat wird in Gemeinden gebildet, in denen mindestens 5.000 ausländische Einwohner ihren Hauptwohnsitz angemeldet haben. Im Rhein-Sieg-Kreis wurden in diesem Jahr Integrationsräte gewählt in den Städten und Gemeinden Bornheim, Eitorf, Niederkassel, Sankt Augustin, Siegburg und Troisdorf.
Der Rhein-Sieg-Kreis informierte bei der Veranstaltung über seine vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Integration von Zugewanderten. Die Integrationsräte erhielten gleichzeitig die Gelegenheit, über Stadtgrenzen hinaus ihre Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen für ihre Arbeit vor Ort zu entwickeln. Auch die Planung gemeinsamer Projekte oder Veranstaltungen wurde diskutiert. Integration wird dabei nicht als eine Einbahnstraße verstanden, das heißt Deutsche und Nichtdeutsche müssen aufeinander zugehen und voneinander lernen.
Landrat Kühn freut sich sehr über das Engagement der Integrationsräte. „Sie wissen am besten, was die zugewanderten Menschen in ihrer Stadt oder Gemeinde bewegt und was dazu beiträgt, deren Integration zu verbessern“.
Auf Anregung der Integrationsräte werden künftig regelmäßige Treffen von der Kreisverwaltung organisiert.
Stadt Meckenheim
Integration ist eine der großen Herausforderungen in Kommunen in diesem Jahrhundert, der die Stadt Meckenheim, einen noch deutlicheren Schwerpunkt geben wird. Das Integrationskonzept "Meckenheim - Stadt der Kulturen" wurde mit großer Bürgerbeteiligung und praxisorientiert entwickelt, d.h. die Bürger und Bürgerinnen wurden in Form von thematischen Arbeitsgruppen in die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs eingebunden.
Dieser Katalog beinhaltet sehr konkrete, umsetzbare Maßnahmen. Die Maßnahmen werden im Anschluss mit Unterstützung der am Prozess Beteiligten umgesetzt.
Es wurde nach dem sogenannten Bottom-up-Ansatz verfahren, d.h. es wurde kein Forderungskatalog an die Verwaltung entwickelt, sondern die Stadt Meckenheim hilft bei der Umsetzung von notwendigen Maßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, sofern das Interesse und die Aktivität von den Akteuren der Integrationsarbeit oder den Bürgerinnen und Bürgern ausgeht und diese maßgeblich an der Umsetzung beteiligt oder federführend sind.
Nähere Informationen finden Sie in der Infospalte auf der rechten Seite im Infoblock.
Stadt Bornheim
„Mittendrin und Miteinander“ ist die Überschrift für das Integrationskonzept, das von Bornheimerinnen
und Bornheimern mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam entwickelt wurde. Es ist etwas mehr als ein Konzept: Es ist ein Handlungsleitfaden, ja fast eine Gebrauchsanweisung dafür, wie sich Gemeinsamkeit in Bornheim entwickeln kann. Nicht theoretisch, sondern praktisch und greifbar. Darum finden sich in diesem Leitfaden auch eine Methodensammlung sowie eine Adressensammlung von Personen und Institutionen,
die beim Umsetzen von Integration unverzichtbar sind.
Die Internetversion des Integrationskonzeptes der Stadt Bornheim finden Sie rechts im Infoblock.
Stadt Bornheim
Integrationskonferenz: Buntes Bornheim – Bunte Arbeitswelt? Chancen für MigrantInnen! am 04.02.2011
Im Rahmen unseres diesjährigen Integrationsprojekts möchten wir uns mit ExpertInnen und BürgerInnen diesen Fragen und Herausforderungen widmen. Deswegen laden wir Sie herzlich zu unserer zweiten Integrationskonferenz Buntes Bornheim – Bunte Arbeitswelt? Chancen für MigrantInnen!
am 04.02.2011
ab 16.00 Uhr in die Räumlichkeiten der Franziskusschule, Merten, Beethovenstr. 57, 53332 Bornheim, ein.
Die Konferenz wurde vom Integrationsrat und der Stadtverwaltung gemeinsam vorbereitet.
Im Rahmen der Konferenz
• wird in zwei Inputreferaten die Situation der MigrantInnen in der Bornheimer Arbeitswelt vorgestellt,
• werden zwei Best-Practice Beispiele zur Einbindung junger MigrantInnen in den Arbeitsmarkt präsentiert,
• werden gemeinsam in Arbeitsgruppen Herausforderungen, Potentiale und Lösungswege zur Einbindung von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt erarbeitet.
Wir würden uns freuen, wenn Sie kommen und auch weitere Interessierte ansprechen würden, damit möglichst viele ExpertInnen und BürgerInnen an unserer zweiten Integrationskonferenz teilnehmen. Bei Fragen und zur Anmeldung für die Konferenz wenden Sie sich bitte an Herrn Meyer oder an Frau Andrea Becker unter der Telefonnummer 02222/945-109 oder per E-Mail (andrea.becker@stadt-bornheim).
Neuigkeiten überregional
Nationaler Aktionsplan schafft mehr Verbindlichkeit
Ein kräftiger Schub für die Integration in Deutschland: Auf dem 5. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt ist der Nationale Aktionsplan vorgestellt worden. Er enthält eine Fülle konkreter Maßnahmen, die die Chancen der Migranten auf gleiche Teilhabe wesentlich vergrößern. Zugleich wird der Zusammenhalt in unserem Land gestärkt. Zu dem 5. Integrationsgipfel hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen. Mit dem Nationalen Aktionsplan Integration wurde der Nationale Integrationsplan aus dem Jahr 2007 weiterentwickelt. Dessen etwa 400 Selbstverpflichtungen sind bis heute fast vollständig umgesetzt worden. "Der Nationale Aktionsplan Integration macht die Integrationspolitik messbar und damit noch verbindlicher", so Staatsministerin Maria Böhmer in ihrer Eröffnungsrede des 5. Integrationsgipfels.
Elf Dialogforen
Der Nationale Aktionsplan wurde in elf Dialogforen erarbeitet. Seit Dezember 2010 wurden diese elf Dialogforen eingerichtet. Sie befassten sich mit Themenfeldern, die für Fortschritte in der Integration wichtig sind. Federführend geleitet wurden die Foren von Bundesministerien bzw. der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer.
Bund und Länder
Bund und Länder haben erstmals gemeinsame Ziele vereinbart, dazu gehören unter anderem:
die individuelle Förderung zu verstärken, sowie die Potentiale von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erkennen, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen zu verbessern und
den Anteil von Migranten im öffentlichen Dienst von Bund und Ländern zu erhöhen.
Neue Themen
Der Nationale Aktionsplan Integration greift außerdem neue Themengebiete auf, dazu gehören zum Beispiel "Gesundheit und Pflege" und "Migranten im öffentlichen Dienst". Er legt zudem einen besonderen Schwerpunkt Maßnahmen zur Strukturveränderung, um dauerhafte Grundlagen für Integration zu schaffen.
Weitere Informationen finden Sie auf der rechten Infoseite.
Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen
Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft und führt bereits heute in bestimmten Arbeitsmarktsegmenten zu einem Mangel an qualifizierten Fachkräften, etwa bei Medizin- und Erziehungsberufen, im Pflegebereich und bei sogenannten MINT-Berufen. Deshalb ist es wichtig, alle Qualifikationspotenziale im Inland zu aktivieren und zu nutzen. Zudem soll Deutschland für qualifizierte Zuwanderung attraktiver werden. Zukünftig wird es leichter, im Ausland erworbene Berufsqualifikationen anerkannt zu bekommen. Das entsprechende, von der Bundesregierung beschlossene "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" hat am 4. November 2011 den Bundesrat passiert und wird am 1. März 2012 in Kraft treten.
Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider hat den Entwurf des Gesetzes zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. „Mit dem Gesetz übernehmen wir bundesweit eine Vorreiterrolle - wir sind das erste Flächenland in Deutschland, in dem es ein Teilhabe- und Integrationsgesetz geben wird", sagte Minister Schneider am 16. August 2011 in Düsseldorf. Damit werde eine verbindliche rechtliche Grundlage zur Förderung der Teilhabe und Integration geschaffen. Am 05.10.2011 hat das Gesetz zur „Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen” die Zustimmung des Kabinetts der Landesregierung bekommen. Damit geht das Integrationsgesetz von Minister Guntram Schneider nach den Anhörungen der Verbände in die nächste Runde.
Weitere Informationen finden Sie unter www.mais.nrw.de
In Deutschland leben bis zu 460.000 Menschen, die weder eine Aufenthaltserlaubnis noch eine Duldung oder Aufenthaltsgestattung haben. Sie leben in ständiger Angst, entdeckt, festgenommen und ausgewiesen zu werden. Oft können sie ihre Grundrechte nicht in Anspruch nehmen. Eine unübersichtliche, teilweise auch widersprüchliche Rechtslage erschwert es Personen und Einrichtungen, den Betroffenen zu helfen. Das sorgt für Unsicherheit und erschwert die Beratung. Hier bietet das gemeinsam von Caritas und Deutschem Roten Kreuz herausgegebene Beratungshandbuch "Aufenthaltsrechtliche Illegalität" Hilfestellung. Es skizziert die Rechtslage der Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität, wenn es um ihre Versorgung bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt, um den Zugang der Kinder zur Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie um Arbeit und Wohnen geht und macht Handlungsvorschläge.
Das AQUA-Programm - Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren Sich für den Arbeitsmarkt - umfasst Qualifizierungen für alle Akademiker/-innen. Angeboten werden z.B. Fachsprachkurse, Orientierungskurse und Studienergänzungen, die speziell auf die Bedürfnisse akademischer Migrantinnen und Migranten zugeschnitten sind. Zudem erwerben zugewanderte und hiesige – in Deutschland geborene – Akademiker/-innen in gemeinsamen Weiterbildungen (Studienergänzungen) fachliche und überfachliche Kompetenzen sowie Einblicke in die Berufspraxis.Zum Abschluss der Kurse und Maßnahmen, die fortlaufend mit einer Kapazität von 20 bis 25 Personen angeboten werden und bis zu 13 Monaten dauern, wird ein (Hochschul-)Zertifikat ausgestellt. Ein Bewerbungsverfahren, das aus einer schriftlichen Bewerbung und einer evtl. Teilnahme an einem Auswahlseminar besteht, entscheidet über die Aufnahme in das Programm. Unabhängig von konkreten Startterminen können Sie sich zu jeder Zeit für die angeboteten Kurse und Maßnahmen schriftlich bewerben. Dabei sind Bewerbungen auf mehrere Angebote möglich.
Weitere Informationen finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.
Studie: „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen"
In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein-Westfalen die Studie „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“ jetzt veröffentlicht. Mit der vorgelegten Publikation verfügt Nordrhein-Westfalen als erstes deutsches Bundesland über eine landesspezifische Datengrundlage zum Thema Integration. Eines der zentralen Ergebnisse ist, dass Muslime in NRW generell eine bessere Schulbildung vorweisen können als der Bundesdurchschnitt. 40 Prozent haben Fachhochschulreife oder Abitur. Auf Bundesebene erreichen 28,5 Prozent der Muslime diese Abschlüsse. Für die Studie wurden in Nordrhein-Westfalen lebende Muslime aus 49 Herkunftsländern berücksichtigt.
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen stellt die Studie "Selbstständig integriert?" vor
In Nordrhein-Westfalen arbeiten 40.000 Unternehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Sie sehen ihre Selbständigkeit oft als Möglichkeit, das eigene Einkommen und die soziale Anerkennung - und damit ihre Integrationschancen zu verbessern. Gründerinnen mit Zuwanderungsgeschichte sollten deshalb noch besser unterstützt werden", sagte Integrationsminister Armin Laschet anlässlich der Veröffentlichung der Studie "Selbständig integriert?" am 9. April 2010 in Düsseldorf. "Durch die Förderung des Business-Netzwerks Migrantinnen PETEK e. V., dem ersten Netzwerk von Unternehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen, leistet das Frauenministerium Nordrhein-Westfalen hierzu seinen Beitrag", so Laschet weiter.
Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, stellt "Aktionsplan Ausbildung" für türkische Jugendliche vor
Anlass für den Aktionsplan ist die Tatsache, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht nur erheblich größere Schwierigkeiten als deutsche Jugendliche haben, in eine Berufsausbildung einzusteigen. Hinzu kommt, dass sie sich bei ihrer Suche viel stärker auf wenige besonders beliebte Berufe konzentrieren. Mehr als die Hälfte der ausländischen Bewerber um einen Ausbildungsplatz sind Türken.
Migrationsbericht 2009
Das Bundeskabinett hat am 19. Januar 2011 den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erarbeiteten Migrationsbericht 2009 verabschiedet. Der Bericht gibt auf der Grundlage der vorhandenen Daten einen Überblick über das Migrationsgeschehen in Deutschland. Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass Deutschland weiterhin ein Hauptzielland von Migration ist.
Muslimisches SeelsorgeTelefon (MuTeS)
Beim Muslimischen SeesorgeTelefon handelt es sich um das erste entsprechende Angebot dieser Art deutschlandweit. MuTeS will durch sein anonymes, telefonisches Hilfsangebot dort Vertrauen aufbauen, wo Menschen islamischen Glaubens eine weitverbreitete Hemmung haben, sich mit ihren Problemen Institutionen, ihren Mitmenschen oder den eigenen Verwandten zu öffnen.
Bundesweit ist MuTeS unter der Rufnummer 030/ 44 35 09 821 täglich von 12 bis 24 Uhr erreichbar. Dienstags wird der Dienst zusätzlich zweisprachig in Türkisch und Deutsch angeboten.
Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration ist ein unabhängiges, wissenschaftliches Gremium, das zu integrations-und migrationspolitischen Themen Stellung bezieht. Er beobachtet, bewertet und berät. Nähere Informationen finden Sie in der Infospalte auf der rechten Seite.
Der Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. hat im Auftrag der Landesregierung NRW einen Elternbrief zum Thema Zwangsverheiratung in 5 Sprachen herausgegeben. Exemplare können bestellt werden bei:
Arbeitskreis Neue Erziehung e.V., Hasenheide 54, 10967 Berlin, Telefon: 030/259006-0, Fax: 030/259006-50 E-Mail: ane@ane.de
Die Möglichkeit zum Download besteht auf der Seite des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW.
Der 8. Integrationsbericht der Bundesregierung liegt vor
"Die Integration in Deutschland gewinnt an Fahrt. Bei Sprache, Bildung und Ausbildung sind Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch gilt: Gerade im Bildungs- und Ausbildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation vieler Migranten nach wie vor dramatisch", so die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer. Dieser Einschätzung entsprechen auch die Erfahrungen der Integrationsberatung der Caritas: Auch gut ausgebildete Zuwanderer haben erhebliche Mühe auf dem Arbeitsmarkt. Das geplante Anerkennungsgesetz für ausländische Berufs- und Bildungsabschlüsse allein wird die Diskriminierungserfahrungen der Betroffenen nicht beseitigen. Besonders riskant für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind dabei verpasste Chancen der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte. Forderungen nach mehr Haushaltsmitteln in Bildung und für Deutschkurse stoßen an Grenzen der Zuständigkeit und der Finanzierbarkeit. Die Analyse ist gut. Die Konsequenzen müssen wir alle ziehen.
Hier finden Sie den Bericht und eine Zusammenfassung.







