Einstieg Deutsch: Fördergelder für Deutschunterricht und soziale Orientierung von Geflüchteten

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt bis Februar 2019 mit jährlich 19 Millionen Euro niedrigschwellige Sprachangebote. Sie sollen Geflüchteten einen schnellen und einfachen Zugang zur deutschen Sprache bieten und das Wichtigste für die Kommunikation im Alltag vermitteln. Bundesweit können gemeinnützige Bildungsträger Fördermittel für die Durchführung von Einstiegskursen beantragen.

Als Grundlage dient das bereits erprobte, vom Deutsche Volkshochschulverband (DVV) entwickelte Konzept für „Einstieg Deutsch“-Lernangebote. Es sieht eine Kombination aus klassischem Deutschunterricht und begleitetem Online-Lernen vor. Im Deutschunterricht werden anhand alltagsnaher Themen vor allem die Sprechfähigkeit und das Hörverstehen trainiert. Vertiefend lernen die Teilnehmenden anhand des Lernportals „Ich will Deutsch lernen (iwdl.de) und der SprachApp „Einstieg Deutsch“, die beide kostenlos vom DVV zur Verfügung gestellt werden. Beim Online-Lernen sollen die Geflüchteten von ehrenamtlichen Lernbegleitern unterstützt werden. Diese können für ihre Aufgabe vom Volkshochschulverband geschult werden. Die Lernangebote sollen vier bis zwölf Wochen dauern und 60 bis 200 Unterrichtsstunden umfassen. Für Geflüchtete ohne Schriftsprachenkenntnisse sind auch längere Laufzeiten von zehn bis fünfzehn Wochen förderfähig.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Bildungseinrichtungen mit zertifiziertem Qualitätsmanagement, die über Erfahrungen im Bereich Integration und Erwachsenenbildung verfügen. Finanziert werden die Durchführung sowie Vor- und Nachbereitung, u.a. Honorare für Dozenten, Raumkosten, Unterrichtsmaterial, Fahrtkosten der Teilnehmer sowie der Aufwand für die administrative Abwicklung.

Anträge können laufend gestellt werden, es gibt keine Fristen. Von der Antragsstellung bis zur Bewilligung sind rund drei Wochen einzuplanen.

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