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Rhein-Sieg-Kreis - Übersicht Verteilung Sprachfördergruppen/ Internationale Förderklassen

Zwölf Verhaltensregeln im Ramadan

Lernstandsberichte für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler

Migration und Integration

Rechtliche Grundlagen

Methoden der Internationalen Jugendarbeit für Projekte mit Geflüchtete

Gesundheitsförderung in Willkommensklassen an Grundschulen

Schulpsychologischer Dienst

Angebote zur Sprachförderung

Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen

Förderung einkommensschwächerer Familien durch das Bildungs- und Teilhabepaket


Schulen

Lehrkräfte an den Schulen stehen besonders bei Aufgaben der Integration vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Das Kommunale Integrationzentrum bietet eine Reihe von Hilfestellungen bei Material zur Unterrichtsgestaltung, bei konkreten Fragen zur Umsetzung von Interkulturalität im Schulalltag und einen Überblick auf relevante rechtliche Rahmenbedingungen.

Schulen können im Rahmen derzur Verfügung stehenden Ressourcen Sprachfördergruppen oder Internationale Förderklassen einrichten. Über eine solche Einrichtung entscheidet die jeweilige Schulleitung.
Eine Karte mit den angebotenen Sprachfördergruppen und Internationalen Förderklassen finden Sie im Info-Block auf der rechten Seite. Diese Karte wird regelmäßig aktualisiert.

Sprachfördergruppen
Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche im Grundschulalter bis zum Verlassen der Sekundarstufe 1 sollen zunächst nach Möglichkeit in Regelklassen untergebracht werden. Wenn eine intensive Beschulung in der deutschen Sprache notwendig ist, können Angebote der inneren (im Rahmen der Regelklasse) und der äußeren Differenzierung (eigene Sprachfördergruppen) erfolgen, die auch Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgängen umfassen kann. Die Entscheidung trifft die jeweilige Schule.
Die Kinder und Jugendlichen werden zwischen 10 und 12 Unterrichtsstunden pro Woche in dieser Gruppe gesondert unterrichtet und nehmen die restliche Zeit am Unterricht ihrer Regelklasse teil. Eine solche Fördergruppe soll nicht länger als zwei Jahre gebildet werden und im Verlauf dieser Zeit an immer weniger Wochenstunden angeboten werden. Ziel ist es, möglichst rasch den vollständigen Unterricht in der Regelklasse zu ermöglichen.

Internationale Förderklassen
Berufskollegs nehmen die Jugendlichen, die nach Beendigung der Sekundarstufe 1 noch schulpflichtig sind. Sollten die Kenntnisse der deutschen Sprache nicht oder noch nicht so ausreichend sein, dass sie dem Unterricht in Regelklassen nicht folgen können, werden sie in eine Internationale Förderklasse aufgenommen. Die nähren Bestimmungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg (APO-BK) zu den Zugangsvoraussetzungen entnehmen Sie dem Info-Block auf der rechten Seite.
Jugendliche, die nach Besuch einer Internationalen Förderklasse bei Teilnahme an einer Einstiegsqualifikation oder im Rahmen der dualen Ausbildung im Bedarfsfall Deutschförderung. Die nähren Bestimmungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg (APO-BK) zum Differenzierungsangebot entnehmen Sie dem Info-Block auf der rechten Seite.

Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Erlass Unterricht für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler, 1. August 2016

Fit für mehr (FFM)
Auch neu Zugewanderte über 18 Jahren sollen fluchtbedingt unterbrochene Bildungsbiographien fortsetzen können und in die Lage versetzt werden, an anschließenden Maßnahmen zur Integration in Ausbildung und Arbeit erfolgreich teilnehmen zu können. Hierzu erforderliche Grundkenntnisse und Schulabschlüsse können von Bewerberinnen und Bewerbern über 18 Jahre ab Februar 2017 über Vorkurse und anschließende Bildungsgänge an Weiterbildungskollegs erworben werden, wenn von beruflichen Vorerfahrungen der jungen Menschen ausgegangen werden kann.
Ab 01.02.2017 soll zusätzlich über das bisherige Bildungsangebot der Berufskollegs hinaus gerade für unterjährig zwischen 16- und 25-jährige neu Zugewanderte das neue Bildungsangebot am Berufskolleg „Fit für mehr!“ (FFM) begonnen werden. Die Personen, die beim Eintritt in FFM noch schulpflichtig sind, können anschließend die Internationale Förderklasse (IFK) besuchen, einen Schulabschluss erwerben und von der Wiederholungsmöglichkeit Gebrauch machen.
Auch ältere neu Zugewanderte können sich im Rahmen des Bildungsangebotes „Fit für mehr!" bis zu einem Jahr lang soweit vorbereiten, dass sie im Laufe des weiteren Schulbesuchs in Verbindung mit Maßnahmen der Bundesagentur auch einen Schulabschluss erwerben können und für einen Einstieg in Ausbildung und Arbeit gerüstet sind.
Im Rhein-Sieg-Kreis bietet zur Zeit nur das Staatliche Berufskolleg Glas, Keramik, Gestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen in Rheinbach (Glasfachschule) dieses Bildungsangebot an.

Bildungs- und Teilhabepaket
Kinder und Jugendliche sollen nicht aus finanziellen Gründen vom kulturellen und sozialen Leben mit Gleichaltrigen ausgeschlossen sein. Die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets sind vielfältig und sollen dabei helfen, Kinder aus einkommensschwachen Familien in der Schule zu unterstützen und aktiver Teil der Gesellschaft zu sein.
Weitere Informationen in arabischischer, deutscher, russischischer, tigrinischer und türkischer Sprache im Info-Block auf der rechten Seite und hier.

START – Das Schülerstipendienprogramm für motivierte, neu zugewanderte Jugendliche
Das START-Stipendium umfasst eine finanzielle und eine ideelle Förderung. Besonders sind die persönliche Betreuung durch die START-Landeskoordinatoren und ein umfassendes Bildungsprogramm.
Das Angebot richtet sich an Jugendliche

  • zwischen 14 und 21 Jahren
  • seit maximal 5 Jahren in Deutschland
  • mindestens in der 8. Klasse einer allgemein- oder berufsbildenden Schule und noch mindestens zwei weitere Jahre Schulbesuch in einem der 14 START-Bundesländer (alle außer Bayern und Baden-Württemberg)
  • Motivation zur persönlichen und schulischen Weiterzubildung
  • schwierige finanzielle Verhältnisse und Bedarf an zusätzlicher Unterstützung
  • gute Deutschkenntnisse

Informationen zum Bewerbungsverfahren hier.

Leitfaden „Ehrenamt in der Schule“ - Schwerpunkt: Spracherwerb

Das Materialpaket Schule und Zuwanderung
Vorlagen für Elternbriefe, Gesprächsleitfäden, Schulrallyes und vieles mehr bietet das Materialpaket Schule und Zuwanderung. Die Materialien stehen als Word-Dokumente zur Verfügung und können an die individuellen Bedingungen jeder Schulen angepasst werden.

KIWI – „Kinder und Jugendliche Willkommen
CARE schult Lehrkräfte in Schulen der Sekundarstufe und anderen Einrichtungen, die Jugendliche mit Flucht-/Migrationsgeschichte aufgenommen haben, sei es in Willkommens- oder Integrationsklassen oder im Regelschulbetrieb oder in der Ausbildung. Grundlage der Fortbildung ist das KIWI-Handbuch mit 150 Workshops und Übungen zu Themen wie: Kultur, Werte und Rechte, Meine Identität, Gewalt und Konflikt, Miteinander und meine Zukunft.
Die Fortbildungsinhalte werden anschließend in Workshops mit den Jugendlichen angewendet. Außerdem erhalten teilnehmende Schüler- und Jugendgruppen eine Förderung von bis zu 400 EUR für begleitende Integrationsmaßnahmen wie interkulturelle Feste, Projekttage oder Sportveranstaltungen. CARE begleitet die Einrichtungen in der Umsetzung.
Kontakt: Herr Thomas Knoll, Tel.: 0228 - 97563-56, Email: knoll@care.de