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Weg durch die Schullandschaft - Ansprechpartner

Schulsystem in NRW - mehrsprachig per Film erklärt

Deutsches Schul- und Ausbildungssystem

Kindertagsstätten, Schulen und Jugendämtern im Kreisgebiet

Gymnasium

Berufskolleg

Leitfaden Elternarbeit - Eltern erwünscht!?


Der Weg durch die Schullandschaft

Unsere Schullandschaft ist genauso vielfältig wie die Kinder und Jugendlichen, die sie nutzen. Bei der Erschließung von Potentialen geht es nicht nur um das Lernen, auch die Förderung der sozialen Kompetenzen und eine möglichst frühe berufliche Orientierung spielen immer wichtigere Rollen. Die Gestaltung der Übergänge von einem Bereich zum nächsten und die Notwendigkeit einer durchgängigen Sprachbildung für alle Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sind zwei wesentliche Aspekte, die über den Erfolg von Bildungsvermittlung entscheiden.

Migranten in jedem Alter kommen in den Rhein-Sieg-Kreis. Daher ist es für alle Altersstufen wichtig, adäquate Integrationsangebote im Bildungsbereich bereit zu halten.
Zu jedem Zeitpunkt steht dem Kind und dem Jugendlichen der Weg zum höchst möglichen Bildungsabschluss offen. Das gilt sowohl nach der Grundschule (Primarstufe) als auch nach dem Abschluss der Sekundarstufe 1. Auch nach Abschluss einer Berufsausbildung sind der Erwerb des Abiturs und der Besuch einer Fachhochschule oder Universität möglich.

Grundschule (Primarstufe)
Nach der Einschulung in die Grundschule erhalten alle Kinder gleichermaßen eine Grundbildung. Diese besteht aus Lesen, Schreiben und Rechnen sowie einer Einführung in die englische Sprache.
Zum Ende der Grundschule geben die Klassenleitungen in Gesprächen mit den Eltern Empfehlungen für die weitere Schulkarriere der Kinder. Diese Empfehlungen sind zunächst am dreigliedrigen Schulsystem der weiterführenden Schulen orientiert, also Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. In Nordrhein-Westfalen kommen aber noch zwei weitere Schulformen hinzu, die Sekundarschule und die Gesamtschule.
In diese Empfehlung fließen die während der Unterrichtszeit festgestellten Verhaltensweisen (Lernverhalten, Selbstständigkeit, Sorgfalt, aber auch Sozialverhalten)  ein. Außerdem erfolgt eine Einschätzung, in wieweit das Kind von Familie, durch die häusliche Situation, sowie einem familienbezogenen Zugang zu Bildungsangeboten unterstützt werden kann.
Wichtig für die Eltern ist, dass es sich bei der Einschätzung der Klassenleitungen um eine Empfehlung handelt, die befolgt oder verworfen werden kann.

Weiterführende Schulen Sekundarstufe 1
Die Sekundarstufe 1 endet nach Klasse 10, in Gymnasien, die sich für G8 entschieden haben, nach Klasse 9. Im Allgemeinen hat der Jugendliche in Klasse 10 das Alter von 16 Jahren erreicht und kann anschließend in eine Berufsausbildung wechseln. Die allgemeine Schulpflicht endet nach dem 18. Lebensjahr. Nach Klasse 10 ist der Mittlere Schulabschluss, früher Mittlere Reife genannt, erreicht worden. Die Kenntnisse in Mathematik bewegen sich auf der erweiterten Anwendung der Grundrechenarten. Die vermittelten Fremdsprachenkenntnisse, in aller Regel Englisch, sollen sich auf dem Sprachniveau B2 bewegen. Gleiches gilt auch für die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift.
Hauptschule, Realschule und Sekundarschule verfolgen das Ziel, die Jugendlichen für eine Berufsausbildung vorzubereiten. Hier werden neben der Allgemeinbildung oft Angebote gemacht, die einen beruflichen Bezug aufweisen.
Auch die Gesamtschule endet zunächst nach der 10. Klasse. Die Jugendlichen, die eine Qualifikation für den Besuch der gymnasialen Oberstufe erworben haben, können diese nach erneuter Anmeldung besuchen. Oder sie schließen sich denjenigen an, die nach der 10. Klasse eine Berufsausbildung anstreben.
Weitere Informationen zur Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen hier.

Weiterführende Schulen Sekundarstufe 2
Allen Schülerinnen und Schülern mit Mittlerem Schulabschluss steht jedoch grundsätzlich der Besuch einer Vollzeitklasse an einem Berufskolleg offen, wo sie die Fachhochschulreife (früher Fachabitur) oder die Allgemeine Hochschulreife (früher Abitur)  erreichen können.
Lediglich das Gymnasium ist bereits in diesem Abschnitt darauf ausgelegt, seine Schülerinnen und Schüler zur Allgemeinen Hochschulreife zu führen. Deshalb ist das Angebot in den Sprachen, den geistes- und Naturwissenschaften auch deutlich breiter angelegt als in den anderen Schulformen, die Gesamtschule ausgenommen.

Gymnasiale Oberstufe
Mit dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe ist der Jugendliche im Regelfall 16 Jahre alt. Abhängig vom Alter der Einschulung und der Wahl einer verkürzten Schulzeit (G8) kann er aber am Gymnasium auch 14 Jahre alt sein.
Die drei Schuljahre der gymnasialen Oberstufe dienen dazu, neben erweiterten Fachkenntnissen in den Schwerpunktfächern (Leistungskursen) wissenschaftliche Arbeitsmethoden zu erlernen, die einen Übergang auf eine Fachhochschule oder Universität ermöglichen. Das Sprachniveau in der deutschen Sprache soll zum Abschluss hin mindestens C1 erreicht haben.
Die gymnasiale Oberstufe wird von Gymnasium, Gesamtschule und Berufskolleg angeboten.
Zu Geltungsbereich, Ziel und Gliederung des Bildungsganges siehe Info-Block auf der rechten Seite.
Weitere Informationen zur gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen hier.

Berufskolleg
Diese Schulform steht wie keine andere für die Durchlässigkeit des Schulsystems. Neben der Berufsschule, dem schulischen Teil der Berufsausbildung, besteht die Möglichkeit, jeden Schulabschluss der Sekundarstufen 1 und 2 zu erreichen oder einen höheren Abschluss zu erwerben.
Jugendliche mit Mittleren Schulabschlüssen aus allen anderen Schulformen können hier in Vollzeitklassen die Fachhochschulreife oder die Allgemein Hochschulreife erlangen. Auch Jugendliche von Gesamtschule oder Gymnasium können noch aus der gymnasialen Oberstufe in diese Schulform wechseln.
Zu den Bildungszielen des Berufskollegs siehe Info-Block auf der rechten Seite.
Weitere Informationen zum Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen hier und zum Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife in Nordrhein-Westfalen hier.

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Sonderpädagogische Förderung

Manche Schülerinnen und Schüler brauchen aufgrund einer Behinderung oder eines beeinträchtigten Lernvermögens besondere Unterstützung. Diese Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf eine sogenannte „sonderpädagogische Förderung“. Diese Förderung bekommen sie in spezialisierten allgemeinen Schulen oder in „Förderschulen“. Grundsätzlich sollen die Eltern dabei eine Wahlmöglichkeit haben.
Die Angebote einer sonderpädagogischen Förderung bestehen für Primarstufe und Sekundarstufe 1.
Wichtig: mangelnde Kenntnisse in der deutschen Sprache sind kein Kriterium für eine Empfehlung oder Zuweisung in Schulen mit sonderpädagogischer Förderung.
Weitere Informationen zu den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten in Nordrhein-Westfalen hier.

Deutsches Schul- und Ausbildungssystem
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat einen Online-Leitfaden in vier Sprachen herausgegeben, in dem das deutsche Schulsystem, das Ausbildungssystem und die Berufsorientierung erklärt werden.
Weitere Informationen finden Sie im Info-Block auf der rechten Seite.

Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte
Das Netzwerk des Ministeriums für Schule und Weiterbildung in Kooperation mit dem Integrationsministerium umfasst aktuell mehr als 800 Mitgliedern aus mehr als 40 Nationen. Es ist das bundesweit größte interkulturelle Lehrkräfte-Netzwerk und war Vorbild für die Gründung von Netzwerken in anderen Bundesländern.
Weitere Informationen hier.

Weitere Informationen
Weitere Informationen über das Schulsystem NRW bietet das Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ein aktuelle Übersicht über die Schulen im Rhein-Sieg-Kreis erhalten Sie hier: Verzeichnis Schulen Rhein-Sieg-Kreis.
Weitere Informationen erteilen Schulen, Schulämtern und Bezirksregierungen sowie die Internet-Seite des Schulministeriums.

Speziell für Zuflucht suchende Menschen gibt es eine Zusammenstellung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW: Bildungsangebote für geflüchtete Menschen