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Gesundheit
Auch wenn viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bereits über Aufklärungsmaßnahmen, die sich an die Allgemeinbevölkerung richten, erreicht werden, trifft dies für Teilgruppen von Migrantinnen und Migranten nicht zu:
Sie finden aufgrund sprachlicher, kultureller oder sozialer Barrieren keinen Zugang zu Gesundheitsinformationen und Gesundheitsangeboten.
Ein Ziel des Integrationsportals ist es, den Zugang dieser Bevölkerungsgruppen zu Informationen und Angeboten im Gesundheitsbereich zu verbessern.
Im Infoblock sind daher verschiedene Internetportale über das Thema Gesundheit aufgeführt. Teilweise sind diese auch in verschiedene Sprachen übersetzt.
Im Übrigen hilft das Arztverzeichnis der Ärztekammer-Nordrhein bei der Suche nach Ärzten mit Fremdsprachenkenntnissen.
Die Erfahrung lehrt, dass die Integration in der Gesundheitsversorgung am besten gelingt, wenn Zuwanderer einbezogen werden und aktiv mitwirken. Diesen Ansatz verfolgt das Projekt „MiMi – Mit Migranten für Migranten“ , das unter Federführung des Diakonischen Werks An Sieg und Rhein im Rhein-Sieg-Kreis umgesetzt wird. Im Rahmen des Projektes, wurden Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren geschult. Diese Gesundheitsmediator/-innen vermitteln seitdem in muttersprachlichen und kultursensiblen Informationsveranstaltungen neben den Angeboten des deutschen Gesundheitssystems und lokalen Versorgungsstrukturen auch Handlungsanleitungen zu einem gesunden Lebensstil. Die Gesundheitsmediator/-innen bringen Kompetenzen mit, die sie in ihren Schulungen direkt einsetzen: Themenkompetenz sowie sprachliches und kulturelles Wissen aus insgesamt 15 verschiedene Herkunftsländern und Regionen.
Mögliche Einsatzorte sind Kindergärten und Familienzentren, Betriebe, Beratungsstellen oder Migrantenselbstorganisationen oder Vereine.
Die Integrationsagentur der Diakonie An Sieg und Rhein unterstützt gerne bei der Planung und Finanzierung und stellt den Kontakt zu den Gesundheitsmediator/-innen her. Alle weiteren Informationen finden Sie auf dem Flyer im rechten Infoblock oder erhalten Sie über:
Integrationsagentur Diakonie An Sieg und Rhein
Tel.: 02241-2520225
integrationsagentur@diakonie-sieg-rhein.de
Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten in 14 Sprachen
Der Wegweiser "Gesundheit Hand in Hand - Das deutsche Gesundheitssystem" erläutert unter anderem detailliert, auf welche Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen Versicherte Anspruch haben oder welche Vorsorgeangebote es gibt.
Der Leitfaden wurde vom BKK- Bundesverband und dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover entwickelt und ist derzeit in 14 verschiedenen Sprachen erhältlich.
Gesundheitsförderung für MigrantInnen
Das übergeordnete Ziel der „Gesundheitsförderung für MigrantInnen“, liegt darin Barrieren zu überwinden, und Themen und Angebote von pro familia zugänglicher zu machen; insbesondere für diejenigen Migrantinnen und Migranten, die wenig Zugangsmöglichkeiten zum gesundheitlichen und psychosozialen System haben. Im zentralen Themenfeld von pro familia – der sexuellen und reproduktiven Gesundheit – sollen Informationen vermittelt und Handlungsmöglichkeiten erweitert werden. Zu den Zielsetzungen gehört die Prävention ungewollter Schwangerschaften und sexuell übertragbarer Infektionen, die Förderung einer selbstbestimmten Sexualität sowie der Gesundheit von Mutter und Kind (verbesserte Nutzung von gynäkologischen Vorsorge-, Schwangerschafts- und Kinderarztuntersuchungen). Ziel dieser Maßnahme ist es, den Frauen im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe durch Sprachver-mittlung Kommunikation in einem Bereich zu ermöglichen, der in den Sprachlehrbüchern nicht abgedeckt wird. Auf diese Weise sollen sie befähigt werden, sich mit den Ärztinnen und Ärzten verständigen und selbständig für ihre Belange eintreten zu können. Zu dieser Zielerreichung ist die Sprachvermittlung jedoch nur der erste Schritt. Die anschauliche Erklärung der Vokabeln ist verbunden mit weiteren Informationen, die für das Verständnis ärztlicher Erläuterungen wichtig sind, zum Beispiel zum weiblichen Körper. Auch die Erklärung von Verhütungsmitteln stößt bei den Frauen immer auf großes Interesse. Die weiteren behandelten Themen orientieren sich stark an den Wünschen der Frauen. Beispiele sind die Angebotsstruktur des deutschen Gesundheits-systems, (unerfüllter) Kinderwunsch, Schwangerschaftsabbruch, Krankheitsprävention, weibliche genitale Exzision (die sog. „Beschneidung der Frau“) sowie die Sexualerziehung der eigenen Kin-der und der unterschiedliche kulturelle Umgang mit Geschlechtsrollen, Partnerschaft und Sexua-lität. Die Veranstaltungen werden abgerundet durch das Verteilen verschiedener Materialien wie Vokabellisten, Erinnerungslisten und fremdsprachigen Broschüren von pro familia und anderen Institutionen.
Weitere Informationen über:
pro familia - Beratungsstelle Sankt Augustin
Tel.: 02241/21010
st-augustin@profamilia.de
Interkulturelle Ambulanz LVR-Klinik Bonn
Die Angebote richten sich an arabisch, kurdisch und russisch sprechende Migrantinnen und Migranten, die selbst oder deren Angehörige psychiatrisch erkrankt sind.Die Interkulturelle Ambulanz der Allgemeinpsychiatrie arbeitet eng mit der Transkulturellen Institutsambulanz Sucht der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und Psychotherapie zusammen.
"Love Life Stop Aids" ist ein Film zur Aids-Aufklärung in 13 verschiedenen Sprachen, in je einer Version für Männer und Frauen. Für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren besteht die Möglichkeit, diesen Film schriftlich bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder online kostenlos zu bestellen.
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auf dem Internetportal Gesundheit für Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen (GeMiNie). Die Website ist ein Projekt der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. (LVG & AFS) und wurde im Auftrag der Niedersächsischen Landesregierung erstellt.
Das Internetportal enthält eine Sammlung mit Weblinks zu fremdsprachigem Informationsmaterial und wichtigen Ansprechpartnern auf Bundes- und Landesebene in den Bereichen Gesundheit, Migration und Integration.







