Gesundheit

Der freie Zugang zum Gesundheitswesen stellt eine Kernerrungenschaft unserer Gesellschaft dar. Diese vermeintliche Selbstverständlichkeit setzt aber voraus, dass selbstbewusst und selbstbestimmt damit umgegangen werden kann. Sprachliche Grenzen und Erfahrungen aus anderen Kulturkreisen stellen oft Barrieren dar, die kaum oder gar nicht überwunden werden können. Die Sensibilisierung aller Beteiligten im Kreis für das Gesundheitssystem ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Zugang zu diesem System. Die folgenden Seiten enthalten unterstützende Hinweise und Links.

Fremdsprachige Gesundheitsinformationen

Für Menschen mit Sprachbarrieren ist die Orientierung im deutschen Gesundheitssystem nicht leicht. Umgekehrt erschweren solche mangelnden Deutschkenntnisse die Arbeit der im Gesundheits- und Sozialbereich tätigen Akteure. Fremdsprachige Gesundheitsinformationen können hier wichtige Brücken bauen.

Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) hat daher qualitätsgeprüfte, fremdsprachige Gesundheitsinformationen als Unterstützung für die Arbeit im Bereich Migration und Gesundheit zusammengestellt. Einen lokalen Bezug weisen die Gesundheitswegweiser von Kommunen und Städten in Nordrhein-Westfalen sowie die vom NRW-Gesundheitsministerium herausgegebenen oder geförderten Materialien auf. Das Angebot ist auch ohne größere Vorkenntnisse im Gesundheitsbereich nutzbar.

Die Zusammenschau beinhaltet Printmedien, wie zum Beispiel textreduzierte Flyer mit hohen Grafikanteilen, Arbeitshilfen, mehrsprachige Internetseiten und kurze Filmsequenzen. Das Themenspektrum ist sehr breit angelegt, erhebt aber in keiner Weise Anspruch auf Vollständigkeit. Behandelt werden beispielsweise die Lebensphase der Schwangerschaft und Geburt, Präventionsthemen wie Zahngesundheit und Infektionsschutz, einzelne Erkrankungen oder auch die Themen Verhütung und sexuelle Gesundheit.

Die fremdsprachigen Gesundheitsinformationen sind auf den Seiten des LZG.NRW abrufbar.

Mehrsprachige Gesundheitsinformationen für Flüchtlinge und Ärzte im Nordrhein

Filme informieren Zugewanderte über das Gesundheitssystem in Deutschland
Im Rahmen eines vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) geförderten Projekts wurden vom DRK sieben leicht verständliche Filme zu verschiedenen Gesundheitsthemen für zugewanderte Menschen erstellt. Die Filme sollen zugewanderten Menschen ermöglichen, sich besser über das Gesundheitswesen, medizinische Versorgung und Prävention zu informieren. Sie sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch und Sorani (Kurdisch) verfügbar und informieren zu folgendem Themen:

  • Gesundheitssystem
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Schutz vor Infektionen
  • Psychische Gesundheit
  • Kindergesundheit
  • Gesunde Zähne
  • Krebsvorsorge

Zu den Informationsfilmen hier.

Sprachfortbildung für Ärzte aus dem Ausland
Aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte müssen eine Fachsprachprüfung vor ihrer Landesärztekammer ablegen, bevor sie in den Beruf starten. Gemeinsam mit dem Marburger Bund Landesverband NRW / RLP bietet das mibeg-Institut Medizin Köln ab sofort zahlreiche vierwöchige Fachsprachkurse Medizin in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz an, die zielgerichtet auf die Fachsprachprüfung vorbereiten.
Weitere Informationen hier.

Gesundheitspreis NRW: Flüchtlinge im Gesundheitswesen
Mit dem Gesundheitspreis 2017 sollen beispielhafte Projekte ausgezeichnet werden, die dazu beitragen, dauerhaft tragfähige Strukturen in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen und Asylsuchenden zu schaffen und die Integration geflüchteter Menschen in das Gesundheitswesen zu verbessern.

1 A Verbraucherportal
Migrantinnen und Migranten erhalten umfassende Informationen der Krankenversicherung in Deuschland in mehreren Sprachen.
Menschen, die keine Krankenversicherung haben oder Asyl suchend sind, bekommen unter diesem Link eine entsprechende Erläuterung zur Thematik. Betroffene finden hier neben fünfsprachigen Hintergrundinformationen (in Farsi, Arabisch, Französisch, Russisch und Englisch) auch Tipps, eine Infografik sowie verschiedene Checklisten.

Weitere Informationen finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.

Willkommen, Welcome, Bienvenue, Hos geldiniz, Добро пожаловать,
Das Internetportal Gesundheit für Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen (GeMiNie)  enthält eine Sammlung mit Weblinks zu fremdsprachigem Informationsmaterial und wichtigen Ansprechpartnern auf Bundes- und Landesebene in den Bereichen Gesundheit, Migration und Integration.

Im Übrigen hilft das Arztverzeichnis der Ärztekammer-Nordrhein bei der Suche nach Ärzten mit Fremdsprachenkenntnissen.

Darüber hinaus informiert das Gesundheitsportal  des Rhein-Sieg-Kreises zum Thema Gesundheit

Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. veröffentlicht regelmäßig Newsletter „Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen“ mit Informationen zu Veranstaltungen, neuen Projekten, aktuellen politischen Entscheidungen und vielem mehr.
Die neue sowie alle bisherigen Ausgaben des Newsletters finden sie als Download auf der Internetseite der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten
Der Wegweiser "Gesundheit Hand in Hand - Das deutsche Gesundheitssystem" erläutert unter anderem detailliert, auf welche Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen Versicherte Anspruch haben oder welche Vorsorgeangebote es gibt.
Der Leitfaden wurde vom BKK- Bundesverband und dem Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover entwickelt und ist derzeit in 16 verschiedenen Sprachen erhältlich. Weitere Infos

Fachliste Medizin – Hintergrundinformationen und Dolmetscherliste
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) hat die Fachliste Medizin herausgegeben. Dort finden sich qualifizierte Übersetzer und Dolmetscher für mehr als 30 Sprachen. Menschen, die keine Krankenversicherung haben oder Asyl suchend sind, bekommen unter diesem Link eine entsprechende Erläuterung zur Thematik. Betroffene finden hier neben fünfsprachigen Hintergrundinformationen (in Farsi, Arabisch, Französisch, Russisch und Englisch) auch Tipps, eine Infografik sowie verschiedene Checklisten.

Interkulturelle Ambulanz LVR-Klinik Bonn
Das Angebot der Klinik des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) richtet sich an  arabisch, kurdisch und russisch sprechende MigrantInnen, die selbst oder deren Angehörige psychiatrisch erkrankt sind.
Weitere Informationen finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.

Hilfe bei Demenz-Erkrankung
Die Broschüre Meine Mutter/mein Vater wird extrem vergesslich-Ist das normal im Alter oder Hinweis auf eine Demenz? vermittelt grundlegendes Wissen zum Thema Demenz. Sie ist zweisprachig gestaltet für griechisch-, italienisch-, russisch-und türkischsprachige Angehörige.

Hilfe bei körperlichen Behinderungen
Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen ist eine Elternselbsthilfeorganisation für ALLE. Dabei hat der Verband nicht nur verschiedene Formen und Ausmaße von Behinderung, sondern auch die kulturelle Vielfalt der Menschen im Blick. Der Bundesverband hat einen Ratgeber Mein Kind  ist behindert-diese Hilfen gibt es in einer zweisprachigen Version veröffentlicht. Die Broschüre informiert in Türkisch und Deutsch .
Sie finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.

Hilfe bei Fragen zum Umgang mit älteren Menschen
Die Gerontopsychiatrische Migrationsambulanz der LVR-Klinik Bonn ist unter folgender neuen Adresse zu finden:
Gerontopsychiatrische Ambulanz, LVR-Klinik Bonn
Behandlungszentrum St. Johannes-Hospital
Kölnstraße 54, 53111 Bonn
Sekretariat: Tel.: 0228 - 7017202 oder – 7204, Fax: 02 28 - 7017220, Email: gpz-bonn@lvr.de

Neuer Ansprechpartner: Herr Tekin Firat, Mail: Tekin.Firat@lvr.de. Die Behandlung sowie die Beratung von Angehörigen erfolgt auf Türkisch.