Psychische Gesundheit

Flucht und Trauma im Kontext Schule
UNO Flüchtlingshilfswerk Österreich hat ein Handbuch für PädagogInnen zum Thema "Flucht und Trauma im Kontext Schule" herausgegeben.
Die PDF-Datei finden Sie als Download im Info-Block auf der rechten Seite.

Informationen für ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen
Gerne als PDF im Infoblock                                               

Sozialpsychiatrisches Kompetenzzentrum Migration im südlichen Rheinland (SPKoM)
Das Vorkommen psychischer Erkrankungen ist gleich hoch bei Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Dennoch sind Menschen mit Migrationshintergrund in den Versorgungssystemen der Sozialpsychiatrie (präventive Angebote, ambulante medizinische und psychotherapeutische Behandlung, Beratungsstellen, ambulant betreutes Wohnen usw.) deutlich unterrepräsentiert, während sie in psychiatrischen Zwangskontexten (Zwangseinweisungen in die psychiatrische Klinik zur Abwendung akuter Eigen- oder Fremdgefährdung, Unterbringung in forensischen Einrichtungen, d.h. z.B. Unterbringung psychisch kranker Straftäter) überproportional häufig vertreten sind. Dies macht deutlich, dass die Versorgungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund schlechter zugänglich und nicht bedarfsgerecht ausgestaltet sind.
Die Gründe dafür sind sowohl auf der Seite der Menschen mit Migrationshintergrund selbst als auch auf der Seite der Anbieter zu finden. Hemmnisse bei den Menschen mit Migrationshintergrund können Unwissen über die Hilfsangebote, sprachliche Schwierigkeiten, ein unterschiedliches Verständnis von (psychischer) Krankheit und Gesundheit oder eine besonders starke Tabuisierung seelischer Erkrankungen sein. Neben diesen migrationsspezifischen und soziokulturellen sind es vor allem strukturelle Barrieren, die den Zugang zu der Versorgung besonders erschweren: Das gesamte psychiatrische Versorgungssystem ist monokulturell und monolingual ausgerichtet.
Um die Zugangsmöglichkeiten zu den Angeboten der Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) zu verbessern und die bestehenden Ansätze der Migrationsarbeit und der sozialpsychiatrischen Angebote zu verbinden, fördert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) seit September 2008 das Sozialpsychiatrische Kompetenzzentrum Migration im südlichen Rheinland (SPKoM).
Ansprechpartnerin:
Frau  Ligita Werth Theaterplatz 3, 53177 Bonn
Tel.: 0228 - 85027756
Email: spkom@awo-bnsu.de

Interkulturelle Ambulanz LVR-Klinik Bonn
Die Angebote richten sich an arabisch, kurdisch und russisch sprechende Migrantinnen und Migranten, die selbst oder deren Angehörige psychiatrisch erkrankt sind. Die Interkulturelle Ambulanz der Allgemeinpsychiatrie arbeitet eng mit der Transkulturellen Institutsambulanz Sucht der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und Psychotherapie zusammen. 
Weitere Informationen finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.

Sprechstunde für geflüchtete Menschen mit psychischer Erkrankung
für deutsch- und englisch-sprachige PatientInnen oder für PatientInnen, die sich in Begleitung eines Übersetzers befinden, welcher fließend die Sprache des Patienten sowie Deutsch oder Englisch spricht. Es können derzeit leider keine Übersetzer vor Ort zur Verfügung gestellt werden.
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrische Institutsambulanz, Universitätsklinikum Bonn, Sigmund-Freud-Straße 25, Bonn – Venusberg
Sprechstunde: Jeweils donnerstags 09:00 - 11:00 Uhr
Einen Flyer mit weiteren Hinweisen finden Sie im Info-Block auf der rechten Seite.

Psychosoziale Online-Beratung durch andere Flüchtlinge
Das Projekt Ipsocontext plant, Geflüchtete und Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund dazu ausbilden, andere geflüchtete Menschen bei der Bewältigung der seelischen Beschwerden zu unterstützen.
Aktuell haben Geflüchtete schon die Möglichkeit, sich online Hilfe zu suchen: Mit dem Projekt Ipso-e-care bietet das Team in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch, Arabisch, Russisch und Türkisch) in geschützten Online-Räumen Beratung an. Ipso sieht sich dabei nicht als Konkurrenz zu Psychotherapien, sondern als Ergänzung.
Zur Online-Beratung hier.

Neue Adresse der Gerontopsychiatrischen Migrationsambulanz der LVR-Klinik Bonn
Die Gerontopsychiatrische Migrationsambulanz der LVR-Klinik Bonn ist umgezogen und befindet sich jetzt unter folgender neuen Adresse:
Gerontopsychiatrische Ambulanz, LVR-Klinik Bonn
Behandlungszentrum St. Johannes-Hospital
Kölnstraße 54, 53111 Bonn
Sekretariat: Tel.: 02 28 - 7017202 oder 7017204, Fax: 02 28 - 7017220
Email: gpz-bonn@lvr.de
Neuer Ansprechpartner: Herr Tekin Firat, Email: Tekin.Firat@lvr.de
Die Behandlung sowie die Beratung von Angehörigen erfolgt auf Türkisch.

Beratungsangebot zur Unterstützung traumatisierter Flüchtlinge
Die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt stellt im Rahmen ihres Beratungs- und Unterstützungsangebotes für traumatisierte Flüchtlinge folgendes Angebot zur Verfügung:

  • Beratung und psychosoziale Begleitung von Menschen (Frauen, Männer und Kinder), die sexualisierte Gewalt erlebt haben oder noch erleben
  • Beratung von Angehörigen und Bezugspersonen von Flüchtlingen, die durch sexualisierte Gewalt traumatisiert sind
  • Beratung und Teamsupervision für Fachkräfte und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit zum Thema sexualisierte Gewalt

Die Beratungen sind kostenlos, auf Wunsch anonym möglich und die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Sie werden auch auf Englisch, Französisch und Spanisch angeboten.
Alle Mitarbeiterinnen verfügen über staatlich anerkannte Ausbildungen im Bereich Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit und unterschiedlichen psychotherapeutischen Verfahren.
Beratungstermine sind telefonisch zu den angegebenen Telefonzeiten möglich, persönliche Termine müssen telefonisch verabredet werden.
Kontakt: Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Bonn, Wilhelmstr. 27, 53111 Bonn, Tel.: 0228 - 635524,Email: info@beratung-bonn.de,
Telefonische Sprechzeiten: Mo 11-12 Uhr, Di-Fr 10-12 Uhr, Mi 18-20 Uhr.
Weitere Informationen hier.

Traumaarbeit mit Geflüchteten
TIME OUT für Engagierte in der Geflüchtetenhilfe (kostenlose Traumafachberatung)

Informationen zu Stressbewältigung und Selbstfürsorge
Tipps und Beispiele zu Stabilisierung und Traumaverarbeitung für Menschen, die Flüchtenden helfen und zum Weitergeben

Wenn das Vergessen nicht gelingt
Diese Broschüre richtet sich an Frauen, Männer und Kinder, die Traumatisches erlebt haben, und ihre Angehörigen. Die Broschüre informiert anhand konkreter Beispiele über Entstehung, Folgen und Bewältigung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS / PTSD).